GEROLSTEIN-ein big Briefing zu Malu Dreyers Besuch

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Geehrte Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Die Bürgerbeteiligung „Gerolsteiner.land“ schreibt Ihnen diese Einladung.

Sowieso wollen Sie am RLP Ehrenamtstag & Bürgerbeteiligung nach Gerolstein kommen.

Und das ist gut und wichtig so.

Denn Gerolstein braucht Ihre Unterstützung. Deutschlands Brunnenstadt ist ein Sanierungsfall.

Seit über 10 Jahren und sogar amtlich. Von der SPD-RLP-Landesregierung entschieden und mit Millionen-Fördersummen ausgestattet.

Doch geschehen ist bisher wenig und bald ist es zu spät.

 

Obwohl Gerolstein weltweit eine Marke ist für reinstes Wasser klafft zwischen äußerer Darstellung und vor Ort Realität ein maximal großer Riss.

Waren GEROLSTEINER & FLORA BRUNNEN noch 2 lokale Unternehmungen florierte die kleine Stadt in der Vulkaneifel. Das alljährliche Sprudelfest zeugte von den enormen Überschüssen des Natur-reichtums, war kultureller Höhepunkt und lockte Zehntausende an.

 

Doch mit dem Mehrheitseinstieg von BITBURGER Ende der 70er und baldigen Fusion mit Buses FLORA verdunkelten sich Gerolsteins glückliche Tage. Gleichermaßen wie der nun große Mineralwasserabfüller zum größten deutschen Brunnen aufstieg, stieg der Ort Gerolstein ab.

 

Längst ist die gesamte Mineralwasserabfüllung an den Stadtrand ausgezogen. Verbunden mit dem Haupt-Quellgebiet Brunnengelände über Pipelines.  Alle alten Fabrikationshallen wurden abgerissen. Und nachdem ein windiger Shopping-Bau-Plan selbst vom Stadtrat durchschaut und abgelehnt wurde, verstört im Herzen der Brunnenstadt eine riesige Betonplatte als Lager- und Müllplatz. Im Flutjuli 21 wurden zig-Tonnen blaue Plastikchips mitgerissen und übersäten die Ufer des Flüsschens Kyll kilometerweit. Hoffentlich war das der traurige Höhepunkt eines Niedergangs dem von nun an eine Genesung folgt.

 

Denn eigentlich ist Gerolstein reich. Reich wie ein Golfstaat, reich am natürlichen Vorkommen des blauen Goldes. Dem wohl wichtigsten Rohstoff des 21. Jahrhunderts.

In gut 40 Jahren Bitburger&Buse (B&B) Mehrheitsbesitz (83%) generierte das Gerolsteiner Mineral-Wasser rund 8 Milliarden € Umsatz. Welch ein Vermögen.

Mehr Geld als der Skandalflughafen BER kostete.

Während mit den üppigen Gewinnen in Bitburg prominente, lobenswerte Beda-Kultur und zweifelhafte Tabletten-Trink-Investitionen subventioniert werden, vor allem aber 2,3 Familien in Reichtum baden verarmte die Quelle total. Außer in die noch effizientere Ausbeutung des Gerolsteiner Goldes zu investieren ist B&B Gerolstein sonst nichts wert. Es verkommt. Aber Hauptsache das Image passt. Der Rest erscheint totale Nebensache.

 

Das muss sich ändern. Das wird sich ändern.

 

Es kann nicht weiter so sein, dass aus Steuern Stadtsanierung finanziert wird, wenn andererseits wohlhabende Familien-Firmen nicht 1 Cent für den unternehmerischen Rohstoff zahlen, nur Gewinne absaugen und sich ansonsten für nichts verpflichtet fühlen.

Anbetracht derart Ausbeutung gilt es an zwei Stellschrauben mit Ihrer Unterstützung, Frau Dreyer, als dem Schlüssel für die Wiederauferstehung Gerolsteins, zu drehen.

 

Da das Aussaugen des Mineralwassers aus unser aller Mutter Erde für die Besitzer-Familien komplett gratis ist, wäre es doch zumindest ein Gebot von Anstand, besonders in Betrachtung der Gerolsteiner Misere, dass es außer den zu zahlenden Steuern, wie es eine jede ehrbare Unternehmung zu tun pflegt, sie einen Beitrag zum Gemeinwohl leistet. Eigentum verpflichtet.

Sollte dies nicht bald auf freiwilliger Basis und vertraglich geregelt zukünftig ständig stattfinden, sind vom Land aus Maßnahmen zu ergreifen, wie Entnahme-Entgelte, Bruchzins, als Modell, festzusetzen sind.

 

Generell sind Vereinbarungen aus einer längst vergangenen Zeit ihrer zeitgemäßen Gültigkeit hin zu prüfen. Da sich unüblich viele Mineralwasserquellen außerhalb sonstiger Entnahmegrenzen befinden, sich Natur-Krisen häufen, GEROLSTEINER nicht weiter die Melkkuh eines kriselnden Opa-Bier-Bitburger sein kann, sind Entnahmebeschränkungen zu diskutieren, ggf. einzuleiten.

 

Niemand möchte der Firma Böses. Doch auch die Besetzung des Chefpostens bei GEROLSTEINER mit einem Abwickler (Apollinaris) lässt erkennen, wie weit die Firma entfernt ist von der Verantwortung die sie für das Gesamt-Wohl Gerolsteins hat.  Ohne Gerolstein kein GEROLSTEINER. Und umgekehrt. Der Grund des Status Sanierungsfall liegt darin, das die Symbiose von beiden nicht mehr gelebt wird. Die Firma ist entrückt und muss wieder Heim.

 

Das andere Element der Gerolsteiner Gesundung sind Investitionen am Haupt-Quellort, das noch von einer verwaisten Betonplatte dominierte GEROLSTEINER Brunnengelände. Hier bietet sich die einzigartige Gelegenheit einer nachhaltigen, ökonomisch-kulturellen und stadtgesellschaftlichen Entwicklung.

Das berühmte Mineralwasser ist in Gerolstein praktisch nirgends anzutreffen. Eine Fata Morgana für jeden Gast. Unglaublich. Ein altbackenes Besucherzentrum im ortsfernen Industriegebiet mit dem Highlight maschinelle Abfüllung bedient einzig die hohen Erwartungen. Die es natürlich nicht erfüllt. Es ist weder zeitgemäß, noch hat es was mit der eigenen Firmenphilosophie zu tun. Eine Farce.

 

Dringend neu konzipiert und zurück an den Ort des quellenden Ursprungs ist ein dem Zeitgeist entsprechendes Besucherzentrum dann eine dem Status als Weltfirma angemessene Präsentation des Kulturguts Wasser.

Was den Römern vor 2000 Jahren bereits eine Ehre war, sollte auch dem globalen Anspruch GEROLSTEINER gerecht werden und Einheimische wie Gäste begeistern als eine kulturgeschichtliche Schau einer geologischen und zivilisatorischen Einzigartigkeit. Mit stets neuen Beiträgen und aktuellen Ausstellungen wird so ein stadtgesellschaftlicher Informations- und Transformationsort geschaffen.

Der so, ganz nebenbei, die Altstadt, den Ortskern allgemein und die alte Einkaufsstraße, alle in nächster Umgebung, wieder mit Leben verbindet.

 

Auf Firmengrund vereint in einer gemeinsamen Gesellschaft, z.B. von Land, Stadt und GEROLSTEINER, kann dann weitere Entwicklung am Thema Wasser entstehen.

Warum sollte Deutschlands bekanntester Ort von Mineralwasser nicht gut genug sein zum großen Thema Wasser eine wissenschaftliche Einrichtung, einen universitären Campus, als Außenstelle, zu erhalten? Eine bisherige Wissenschafts-Wüste Eifel verdient auch Zukunft. Und Gerolstein bietet bereits alles, hat Wasser-Wissen und überall anschauliche Geologie. Ist zudem per Schienenverkehr nach Wiederaufbau und kommender Reaktivierung bald wieder mit Rhein-Ruhr, inkl. der UN-Stadt Bonn, mit dem Mittelrhein und Mainz und mit dem Trier-Lux-Saar-Raum verbunden. Genau das, was zukünftige Gesellschaften zur Mobilität brauchen. 

 

Ein lokales Wassermanagement muss her. Klimawandel, zunehmende Wasserknappheit, gar Dürren, ungebremster Lava-Gestein-Abbau erzwingen eine abnehmende Verfügbarkeit von Tiefen-(Mineral-) Wasser. Die Zukunftsfähigkeit Gerolsteins steht auf dem Spiel. Eine weitere Dringlichkeit sich dem Mehr-Wert von Mineral-Wasser zu widmen. Was aus den Notwendigkeiten des Mineralwasser-abfüllers und Erkenntnissen einer örtlichen Wasser-Wissenschaft sich ergibt sollte doch Fach-Firmen Anlass genug sein sich niederzulassen, Firmengründungen ermöglichen um vor Ort erforderte Dienstleistungen und Produkte bereitzustellen.

 

Ein Mehr-Wert ist auch das Thema Gesundheit. Jede Flasche GEROLSTEINER ist bereits ein Werbeträger. Detaillierteres hierzu, wie auch zur Naherholung eines vielfach von Bürger*innen gewünschten Aqua-Parks auf dem Brunnengelände findet sich in der Ideenschrift zu lokalen Potentialen, dem „Gerolstein unter Wasser-Ein Fluß“.

https://www.gerolsteiner.land/

 

Vorbildlich zeigt im nahen Daun ein eigentlich ortsfremder Technik-Unternehmer mit einer rechts-populistischen Agenda und Medienhaus was unternehmerische Verantwortung und Heimatverbundenheit sein können. Aktueller Höhepunkt seines Engagements ist die Errichtung einer beinahe überdimensionierten Junior-Uni.

 

Dem wollen Sie doch als SPD und Landesregierung nicht nachstehen. Oder?

Doch wo nichts von lokal gesteuerter Stadtentwicklung sich in mehr als 10 Jahren amtlicher Sanierungsfall ergeben hat, sich das Gegenteil offenbart, die Förderfristen bald ablaufen, muss ein Fördersystem sich strukturell hinterfragen. Eine weitere, den Prozess begleitende Initiative von höchster politischer Ebene ist erforderlich.

Da die Untätigkeit lokaler Gremien und unternehmerische Verantwortungslosigkeit hauptsächlicher Grund für die Misere sind, kann ein Verweis auf deren Unterlassen keine eigene Entlastung sein. Im Gegenteil, dies würde Ihr Programm als reine Symbolpolitik entlarven.

 

Die Landesregierung kann dem Niedergang Gerolsteins nicht weiter folgenlos zuschauen. Sie steht in der Pflicht. Die Förderung zur Gerolsteiner Stadtentwicklung ist zudem Ihr Programm einer SPD-Landesregierung.

Da Gerolstein ein besonderes Potential als Deutschlands Brunnenstadt hat, sollte Ihnen das Anlass genug sein seine Stadtentwicklung zur Chefinsache zu erklären. Modellhaft wie Förderprogramme in Millionendimensionen im gemeinsamen Wirken zielführend eingesetzt wurden.

Mainz hat eine Kompetenz die begleitend einwirken kann und hilft örtliche Missstände auf zu lösen.

Schließlich wäre das dann weswegen Politik eine Existenzberechtigung hat und gemeinsam gefundene Demokratie-Entscheidungen auch zum Gemeinwohl aller vor Ort führen können.

 

Um die ultimativen Prozesse nun einzuleiten lädt das Bürgerschaftliche Engagement „Gerolsteiner.land“, die einzigen mit einem Konzept zur Gerolsteiner Stadtentwicklung, Sie, die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, mit all Ihrer repräsentativen Macht und der Gabe vereinen zu können während Ihres Besuches des Ehrenamtstages am 28.8.22 in Gerolstein um 14h ein zu einem halbstündigen Initial-Gespräch mit den obersten, eingeladenen Repräsentanten von Bitburger&Buse, der Stadt & VG Gerolstein vor das sehr nahe zum Ehrenamtsfest gelegene Rathaus.

 

Sollten Sie an diesem Tag eine andere Uhrzeit und/oder Lokalität präferieren, so bitten wir, wie auch Ihre Bestätigung dieser Einladung, uns dies mitzuteilen.

 

BG

Atelier Camargo Klasen / Sofia Camargo & Thomas EJ Klasen

Katzlerstr. 15 – 10829 Berlin / ateliercamargoklasen@yahoo.dewww.gerolsteiner.land

Geehrter Herr Matthäus Niewodniczanski. Geehrte Bitburger Holding.

Der Rausschmiss des Bit-Strategie-Managements macht nur zu deutlich in welch großer Krise die gesamte Bit-Holding steckt.

Herr Dahm ist nur ein Bauernopfer einer vom Kopfe her verfehlten Unternehmensphilosophie. Statt auf die Kernkompetenz alleinig zu achten, auf den Bio-Boom zu setzten, dem riesigen Wunsch nach artgerechten, natürlichen Lebensmitteln gerecht zu werden, wird geglaubt, dass eine der absoluten Reinheit eigentlich verpflichtete Groß-Unternehmung auch ihre Zukunft im Vorgaukeln von Geschmack suchen sollte.

 

Wer kräftig in derart Unternehmungen investiert, dem fehlt der Glaube an das eigene Produkt. Wie sollen da Untergebene nachhaltig die verschiedenen, traditionellen Firmen in eine Zukunft unverminderter Größe zu lenken.

Es funktioniert nicht beim altbackenen Stammtisch-Bier-Bitburger. Es funktioniert auch nicht bei Ihrer exzellenten Melkkuh GEROLSTEINER.

Sie mögen meinen, solange die Millionen jedes Jahr aus Gerolstein gratis ins Privatsäckel fließen, wird am status quo festgehalten, am Besitzglauben, am eingespielten Umgang. Vor allem mit einer traditionell schwachen Lokalpolitik.

 

Dem sei gesagt, dass es so nicht weitergeht. Das Maß des Zumutbaren ist bei weitem überschritten worden.

 

Der Umgang der Holding in gut 40 Jahren Mehrheitsanteil mit der unzertrennlichen Symbiose von Gerolstein&GEROLSTEINER hat den Ort in eine existenzbedrohende Krise geführt.

Die Quellen werden maximal ausgesaugt, kein Entgelt wird für die Entnahme des Mineralwassers bezahlt. Es gibt kein Wassermanagement für die Gesamt-Region und alles ist auf eine industrielle Abfertigung weit weg vom Zentrum und der Quellen ausgerichtet. Während der Quell-Ort austrocknet.

 

Erstens verlor er durch den Wegzug von GEROLSTEINER sein Zentrum. Und, zweitens, ist es aus strategischem Unvermögen bisher verpasst worden auf dem, zwischenzeitlich zum Müllplatz degradierten, Brunnengelände eine für die Firma und den Ort nachhaltige Struktur am Mehr-Wert des weltberühmten Mineral-Wasser aufzubauen.

Womit Sie bereits landauf, landab Werbung betreiben. Sich aber außer in propagandistischen Worthülsen schwadronierend sich nichts Derartiges tat.

 

Was noch nicht ist, aber kommen wird, können Sie jetzt noch maßgeblich mitbeeinflussen und sollte sowieso als Chance verstanden werden der ganzen Holding einen kohärenten Neuanfang einer ganzheitlichen Ausrichtung zu schenken.

 

Detailliertes hierzu entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Einladungs-Schreiben an Malu Dreyer und der website: www.gerolsteiner.land.

 

Am Sonntag 28. August wird die Regierungs-Chefin zum RLP Ehrenamtstag/Bürgerbeteiligung nach Gerolstein kommen.

Wir erwarten, dass die Minister-Präsidentin dort beginnt sich aktiv in den Stillstand der mit Millionen finanzierten Stadtsanierung Gerolsteins begleitend einzuwirken.

Was eine Landesregierung im Umgang mit einem seiner bekanntesten Orte nicht ruhen lassen kann, sollte auch Ihnen Anlass sein das Gesprächsangebot wahrzunehmen und zum halbstündigen Initial-Termin mit Frau Dreyer, Vertretern der Stadt und VG, am 28.8.22 um 14h sich vor dem Rathaus einzufinden.

 

Freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

BG

Sofia Camargo & Thomas EJ Klasen

 

 

 

 

 

Geehrter Herr Innenminister von RLP, Roger Lewentz

Das Pressefoto Ihres Besuchs 2021 in Gerolstein zeigte nur zu deutlich Ihr unglaubliches Erstaunen über derart Destruktives was Ihnen der Stadtbürgermeister als Stadtentwicklung verkaufen wollte.

 

Als hätte Gerolstein nicht schon genügend Sorge die Innerstädtischen Abrissflächen, wo einst  GEROLSTEINER zu Hause war und das markante Gründerzeitfabrikgebäude OOS stand, mit Leben zu erfüllen, sollen immer weiter zentrale Gebäude weg.

Das Postgebäude, wo Sie sich des Herrn Schneider Tristesse anhörten. Das noch vom LBM genutzte vorherige Verwaltungsgebäude von GEROLSTEINER, die Hochbrücke (über Kyll und Eisenbahn) oder das Hotel Kaiserhof und einige Stadthäuser entlang der alten Einkaufsstraße. Damit ortsunkundige Autofahrende bei der Ortsdurchfahrt durch die dann entstandenen Lücken im noch existierenden Gesamtgefüge eine Innenstadt erkennen sollen.

 

Auch Letzteres ist leider kein Scherz. Nein. Es ist die Vision von Stadtentwicklung einer Gremien-Mehrheit. Noch.

Noch wird verfahren die Historie von Gerolstein auszulöschen. Was der Krieg und die Nachwirren nicht schafften, soll das aufgeklärte 21. Jahrhundert nun beiseite räumen.

 

Bisher wurde meist so verfahren, und Abriss folgt Abrissplan, als ob es keinen Entwicklungs-Plan gäbe, wie Gerolstein als Ganzes zu entwickeln, zu retten wäre. Trotz Millionenaufwand und mehrerer Beraterfirmen gibt es ihn auch nichts. Korrekt. Zumindest gibt’s nichts offiziell Amtliches.

 

Doch bereits 2017 mit einem Grundpapier und erst recht 2019 durch einen Gesamt-Katalog der Ideen und Potentiale Gerolsteins machten wir Furore und, im Sinne von wir-tun-was, schenkten, als Bürgerengagement Gerolsteiner.land, der Stadt und Region eine Arbeits-, zumindest eine Diskussionsgrundlage von dem was nachhaltige Entwicklung am Bestand sein kann.

 

Nach Jahren des intensiven Austauschs mit dem vormaligen Stadt-Bürgermeister CDU Bongartz, riefen uns denn im August 2019 die Herren Schneider und VG-BM Böffgen um Hilfe, weil die in Gerolstein dringend zu startende Stadtentwicklung eine die Existenz gefährdenden Stillstand angenommen hatte. Die Gremien waren unfähig konstruktiv zu arbeiten und die Räte, wegen persönlicher Eitelkeiten, alles andere erstickten. 

 

Wie schon zuvor mit Evelyn Bodenmeier, der Moderatorin des Berliner Tempelhofer Feldes Nach-Volksentscheid-Verfahrens, so auch diesmal hatten wir geliefert und mit Herrn Dietze, Ex-Baudezernent von Trier, Stadtplaner, den Stadt-Oberen Topp-Personal zur Abhilfe angeboten.

 

Das wurde ebenso wieder nicht verstanden und so landete auch er in der Tonne. Vielleicht sind Fach-Qualität, exzellente Vernetzung, Intergrität und Unkorrumpierbarkeit vereint in 1 Person ein zu hoher Anspruch für Gerolstein?

Sind, wie uns vermittelt, Geiz, Gier, Gehässigkeit und Gewissenlosigkeit gar die Grundlage dessen, warum Gerolstein, trotz seines emporschießenden, natürlichen Reichtums, seiner Weltberühmtheit und Historie Zehntausender Jahre heute im 21. Jahrhundert ein Sanierungsfall ist?

 

Nicht weniger Ignoranz erfährt das immer noch einzige Konzept zur Stadtentwicklung. Keine offizielle Debatte darüber. NiX. Wo sonst eine Unterlassungsklage droht, wird im Herzen der Vulkaneifel nur das Thema Zukunftsfähigkeit Gerolsteins ausgeblendet, totgeschwiegen und die Verantwortung einfach weiter delegiert.

An Institutionen, Firmen und Personen die die Stadt nach Strich und Faden über den Tisch gezogen haben. Wie mit dem Schubladen-fertigen FIRU-Konzept eines shopping. Immerhin erkannte Herr Bongartz den kommenden Schaden und zog die Notbremse.

 

Doch trotz dieser maximalen Demütigungen verbleibt diese besondere Firma wohl als Berater. Like Italy. Unglaublich. Da haben, wie natürlich, Personen und Konzepte für das Gemeinwohl Gerolsteins keinen Nimbus und keinen Platz im Rathaus.

 

Wo die einen ihr Spielchen von Partikularinteressen mit Gerolstein spielen dürfen, die Räte über Listen und Parteienproporze in die Gremien wie wahllos gespült werden, stellt sich die Frage, was denn derjenigen, die mit eigenen Programmen ausgestattet und gewählt Wordenden, der Herren Bürgermeister Beitrag zur Stadtsanierung ist?

Es muss alles sehr geheimnisvoll sein. Denn weder die Medien, auch nicht in den Veröffentlichungen von Stadt und VG und noch viel weniger die Räte selbst wissen was von deren Plan G.

 

Ist das ein Skandal? Ja.

Die Kyllrenaturierung ist nicht deren, noch viel weniger eine Gerolsteiner Erfindung. Aber selbst mit der Umsetzung des Mainzer Auftrags Aktion Blau tun sich die Gremien schwer.

Sollte ansonsten weiterhin das semi-offizielle Programm, von besagter Berater-Firma ausgegeben, von Abriss, Zersiedlung durch weitere Baugebiete im jwd Grün und die unendliche Ausbreitung von Verkehrsflächen Gültigkeit haben, dann sollten doch bitte alle nach draußen in die Gerolsteiner Tristesse schauen. Sie werden dann feststellen, dass alle die semi-geplanten Maßnahmen genau die Parameter sind, die die Krise extrem beschleunigten.

 

Gerolstein ist schon jetzt der größte Trümmerhaufen. Daher:

Gremien Gerolsteins, hören Sie auf Gerolstein zu haten, die Natur zu asphaltieren, den Bestand niederzumachen, abreißen zu wollen um nachher nur mehr Nichts zu haben, Nichts mehr zu sein. Genug ist genug.

 

Derart Armut, u.a. von Wahrnehmung, gruppiert sich indes um das große, zentrale Dilemma. Dem des totalen Stillstands, eigentlich Abgangs dessen, um was sich herum aus dem Dorf die Kleinstadt Gerolstein entwickelte.

 

Dort alle Kräfte von Stadt, VG, Kreis und Land zu konzentrieren müsste doch längst oberste Priorität haben. Sie, als der verantwortliche Minister für Stadtentwicklung, müssten gemeinsam die nachhaltige Entwicklung des Brunnengeländes zu einem Campus Wasser zur absoluten Chefsache erklären und die Umsetzung mit dem Wohl der Ämter der Amtsträger vor Ort verbinden.

 

Unsere erste große Publikation 2017 hat immerhin Herrn Bongartz darin befördert den partikularen shopping-Plänen und sonstigem Klamauk für Provinzler ein Ende zu setzen. Für sonstige Potentaten der Region, GEROLSTEINER, MdB Schnieder, Ex-Landrat, Mainzer Ministerien etc. waren die Gesamt-Gerolsteiner- Entwicklungs-Potentiale immerhin Anlass genug uns zum Austausch einzuladen.

 

Was die Chefetage von GEROLSTEINER dann zu den Gerolsteiner Gremien zu berichten wussten war nicht schön anzuhören. Doch damals waren andere Personen an der Spitze von Stadt und VG.

Zwischenzeitlich haben andere kandidiert, wollten vieles besser machen und nach Jahren im gewählten Amt hat sich am status quo leider nichts verändert.

 

Stimmt nicht. Die Krise von 2017 war, im Vergleich zu heute, ein großes Problem. Noch nicht mehr.

Trotz 5 Jahre Dürre: Gerolstein lebt vom Wasser, hat aber keinen Plan und kein Wassermanagement.

Ein Staubecken, ein See, wo sowieso eine Aue, bei Starkregen, im Lissinger Kyllbogen geplant ist, sollte durch permanentes Sickerwasser helfen, dass das Mineralwasser nicht bald endet.

Schlicht so, wie bis heute in der einstigen Insel West-Berlin mTrinkwassere generiert wird. Quell-Wasser für Toilettenspülung und sonstige Reinigung zu nutzen ist sowieso energieaufwendiger Unsinn. Ein Pilotprojekt muss her wie mit Oberflächenwasser substituierend zu wirken ist.

 

Energie- & Mobilitätskrise, EU-Ziele 2030, Home-office: Der alte Massentransporteur Bahn ist zukunftsfähiger denn je. Die Eifelstrecke wird saniert und elektrifiziert. Doch der eingleisige Betrieb, vornehmlich gen Süden, bleibt. Mit all seinen unsinnigen Einschränkungen für einen zügigen Bahn-betrieb vom Home-office in Richtung Arbeits- & Studienplätze in Trier/Lux und Rhein/Ruhr. Wie MdB Schnieder zurecht bemängelt. 400 mio. € in die Bahn ohne Attraktivitätssteigerung zu investieren, wo schlussendlich einfach eine Umstellung der verbleibenden Bimmelbahn auf Wasserstoffbetrieb das Gleiche erzielen würde, ist eine Farce.

 

Dennoch, neben Mineralwasser war die Eisenbahn der Entwickler von Gerolstein. Eisenbahnknotenpunkt war es. In 10 verschiedene Richtungen konnte gereist werden. Was könnte eine moderne Bahn nun wieder zur örtlichen Prosperität beitragen?

Wie zur Frage der Reaktivierung der EifelQuerBahn und der WestEifelBahn, als LKW-Entlastung vom Industriegebiet Prüm-Weinsheim, sowie Arla in Pronsfeld und mit parallelem Radweg, kommt von Mainz, von Gerolstein nichts. Kein Beitrag. Keine Diskussion.

 

Immer noch ist ein Abriss der intakten Hochbrücke und Bau einer Autobahn-ähnlichen Brücke quer über das gerade erst mit Millionen-Aufwand renaturierte, zentrale Kylltal in Planung. Inkluisive der Trennung Gerolsteins in 2 Hälften wohl über 2 Jahre. Like Berlin.

Zu einem vollends Straßenverkehrs-verlärmten Durchfahrtsort degradieren eines noch zahlreicher, schneller und rücksichtsloser längs Hindurch-brettern ist der Plan. Glückwunsch! Ein neues Erleben am erst gerade wiederentdeckten Fluss muss enden, wieder soll alles zerstört werden.

 

Weil zu viele Alteingesessene wegen Autoshopping, Wald&Wiese Gassi gehen und eigenem Garten sonst die Öffentlichkeit meiden, ansonsten wohl nur Zugezogene, junge Familien und Touristen das Areal aus eigener Erfahrung kennen und schätzen, hat es keinen Wert, in Abwägung, den es zu schützen gilt.

Die Versprechungen, die Heilsbotschaften eines fließenden Straßenverkehrs, also im autofixierten Gerolstein bis zu 30 Sekunden schneller auf einem grauen Parkplatz zum Stehen zu kommen, wiegen wie Blei und sind der Meinungsmacher-Manipulator schlechthin.

 

Zudem: die Gremien haben Angst vor dem LBM, seinen Abwandergelüsten und den mit Millionen ausgestatteten Planungskapazitäten. So überlassen Sie auch hier Stadtplanung Dritten.

Wieder mit fatalen Folgen und Demütigungen.

 

Anstatt einen ZOB mit einem von beinahe 10 mio. € umgebauten Zug-Bahnhof (DB-Projekt), seinen neuen Zu- und Abgängen, zu vereinen, ihn zwischen Bahnsteig Gleis 5 und Kasselburger Weg raumsparend und integrativ anzulegen, dort den Güterbahnhof als Bus-Parkplatz mitnutzen, soll das ehemalige Postgebäude abgerissen und Areal des ehemaligen Postparkplatzes nicht als Empfangs-Tor für Deutschlands Brunnenstadt dienen, nein, sondern mit leeren und wartenden Bussen vollgestellt werden und unansehnlich bleiben. Glückwunsch!

 

Wer es nun im 3. Monat eines 9€ Ticket immer noch nicht verstanden haben sollte, wie willig Menschen alles Alters sind trotz Corona-Ängsten massenhaft mit der Bahn besonders regional zu reisen um dann Bahnhofs-nah zeitgemäße, preiswerte Unterkünfte mit Authentizität anzusteuern, der hat von Tourismus-Entwicklungen keine Ahnung.

Ein Hotel Kaiserhof ist nicht abzureißen, noch viel weniger für einen freien Blick ins Leere. Ein Ho(s)tel Kaiserhof ist genau die Art Unterkunft die gesucht wird. Und veritabler Anfang einer dringend erforderlichen Revitalisierung der urbanen Mitte. Dem Ort von Austausch, Gesellschaftsbildung, dem Ort von Demokratie.

 

Wo der weltberühmte Ort der Eifel Führungs- und Konzeptlos umhertaumelt müssen andere die Verantwortung nochmals übernehmen. So wir-tun-was-Gerolsteiner.land, als die wohl einzigartige Bürgerbeteiligung des Gerolsteiner Landes, machens mal wieder und laden Frau Mini-Prä Malu Dreyer (siehe anhängende Brief zum Ehrenamtstag RLP in Gerolstein am 28.8.22) und Sie, Herr Lewentz, dazu ein dieser irren Situation in Gerolstein einen An-Stoß durch die Obrigkeit zu verpassen. Damit eine Besinnung zur Umkehr, ein Raus aus der fortschreitenden Katastrophe, in Bewegung kommt.

Gerolstein hat alles wieder zu genesen.

 

Dieser Kraft ein Votum zu verleihen bedarf es momentan leider der Obrigkeit. Ohne die läuft wohl nichts in Alteingesessenen Eifellanden. Ist, aber, ganz Tradition.

Also bekannt und nicht vor Ort anstößig.

 

Wieder mal ist es ein Versuch Gerolsteiner Not mit Mainzer Kompetenz zu verbinden. Hoffentlich klappt es diesmal. Immerhin kommt Mainz zu Ihnen. Das sollte genügen.

 

Eingeladen dazu sind auch die obersten Vertreter von GEROLSTEINER, BUSE, BITBURGER, der CDU-Opposition im Stadtrat, sowie die beiden Bürgermeister im Gerolsteiner Land.

 

Wir können nur appellieren sich diesem Vorstoß nicht zu verweigern, sondern erst möglich zu machen. In dem Sie Frau Dreyer ermutigen den Einladungs-Termin, siehe beiliegenden Brief, beim Ehrenamtstag/Bürgerbeteiligung zum Gemein-Wohle Gerolsteins wahrzunehmen. 

 

BG

Sofia Camargo & Thomas EJ Klasen

 

https://www.gerolsteiner.land/

https://www.gerolsteiner.land/_files/ugd/4a29ce_32ad3fca1386445e99cc98e9fd50b478.pdf

 

Geehrter Patrick Schnieder, MdB Eifel der CDU

 

Aus dem oft Ihnen nahen Schöneberg schreiben wir Ihnen.

Bisher sind Sie, noch viel weniger Ihr MdL Bruder, als nachhaltig sich für den ÖV einsetzende, politische Volks-Repräsentanten aufgefallen. Noch immer ziert Ihr Foto, Kamikaze-haft stehend auf der Autobahn, sozusagen „hierfür setzte ich selbst mein Leben aufs Spiel“, Ihre web-site.

 

Vieles lässt sich ja in der Opposition, u.a. zum Stimmenfang/Stimmungeneinfang, behaupten, was, sollten Sie dies jemals wieder erfahren, als Teil einer Regierungspartei, wieder null und nichtig ist.

 

Doch auch Sie können sich wandeln. Alle müssen sich wandeln. Denn der große Wandel hat längst eingesetzt. Wer es immer noch versteht, ist selbstverständlich raus.

 

Wir sehen es ähnlich wie Sie und halten eine Elektrifizierung der Eifelstrecke ohne einen gleich-zeitigen, zweigleisigen Ausbau als eine Investition an die Politik nur weiter unglaubwürdig macht.

Dennoch bleibt ein Anfang den Sie in x-Jahren CDU/CSU-Verkehrsminister nicht erreicht haben.

 

Als seid x-Jahren der Eifel politischer Repräsentant mit Schwerpunkt attraktive Innenstädte ist bei einer Hand voll Kleinststädte im Wahlkreis ihr Wirkkreis sehr überschaubar. Daher sollte eine eigene Strategie zum sehr vertrauten Gerolstein, seinem offiziellen Zustand als Sanierungsfall, Teil Ihrer Politik sein. Daher, sozusagen offiziell, würden wir diesen Plan von Ihnen gerne kennenlernen.

Sozusagen als weiteren Impuls, die nun von Ihnen erwartete Stellungnahme zu erhalten, senden wir Ihnen Kopien der Schreiben an Herr Lewentz und Frau Dreyer zu.

Zur Auffrischung: Gerolstein ist sicherlich der bekannteste Ort der ganzen Eifel, inklusive Ihres gesamten Wahlkreises. Sein Naturreichtum wird in alle 5 Erdteile exportiert. In die USA, auch nach Japan. Als Beispiel, dort ist GEROLSTEINER (nach Eigenauskunft) Marktführer bei importierten Mineralwässern. Jede Flasche ist somit ein Werbeträger. Tatsächlich kommen auch immer wieder Reisegruppen aus Japan, natürlich auch von sonst überall, nach Gerolstein.

Doch was diese Menschen dann vor Ort antreffen, oder nicht, erschrickt und demotiviert.

Dies ist in vielerlei Hinsicht traurig. Landschaftlich wunderschön zwischen steil aufragenden Devon-Riff-Felsen und Vulkankegeln im engen Kylltal gelegen hat es zudem eine Menschenhistorische Besiedlung die bis zu den Neandertalern ins Buchenloch zurück reicht. Bis heute sind erhalten die Kelten-Fliehburg Dietzenley, Fundamente von Römerthermen und einer keltisch-römischen Tempelanlage, klar, die schätzten die Schätze der Natur, die Erlöserkirche, als letzte und beinahe prunkvollste vom Berliner Kirchenbauverein errichtet, zudem 3 Burgen, davon eine komplett intakt und eine weitere geschmückt mit seinem berühmten Doppelturm. Kurzum, alles touristische Highlights die gemeinsam mit der Qualität und Quantität an Bodenschätzen Gerolstein ausweisen könnten als eine prosperierende Kleinstadt.

Doch beinahe gänzlich das Gegenteil ist der Fall. Gerolstein ist ein offizieller Sanierungsfall und steckt fest in der wohl größtmöglichen Krise.

In der Krise läuft auch die Zeit davon. Ob Flut und Dürre im Wechsel zueinander, Klimawandel allgemein, Krieg, Corona, die Welt ändert sich rasant. Doch weder Gerolstein noch sein symbiotisches GEROLSTEINER reagieren darauf und nun laufen auch noch die Fristen für die Millionen an Stadt-sanierung aus.

 

Spätestens jetzt sollten doch alle, die Gremien vor Ort, die Vertreter*innen im Land, im Bund, Verwaltungen, Touristiker*innen, Wirtschaft, Kultur, sonstig Interessierte vom Fach und Laien, Bürger*innen sich zusammentun um gemeinsam Wege zu finden aus dieser Krise herauszukommen. Oder? 

 

Jedenfalls hat unsere Ideen-Sammlung „Gerolstein-unter Wasser / Ein Fluss“ eine ganze Menge Ansätze zur Stadtentwicklung, eben auch aus Sicht attraktive Innenstädte.

https://www.gerolsteiner.land/

https://www.gerolsteiner.land/_files/ugd/4a29ce_32ad3fca1386445e99cc98e9fd50b478.pdf

 

Freuen uns auf Rückmeldung.

BG

Sofia Camargo & Thomas EJ Klasen