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Geehrte Damen und Herren, politisch Verantwortliche und Anrainer_innen von

Eisenbahnstrecken in der Eifel.

 

16. Juli 2018: Das Land Hessen plant mit heutiger Bekanntgabe die Reaktivierung von 4 stillgelegten Eisenbahnstrecken in den nächsten 5 Jahren. Für die CDU-geführte Landesregierung hat der Ausbau der Schiene oberste Priorität. Neuer Schienenring um FFM, Neubau von S-Bahnstrecken und Regionalbahnen, Fernbahnstreckenausbau nach dem Süden, Südosten und Osten, auch und gerade wenn es der Bund nicht gänzlich bezahlt. Denn Handeln tut Not.

 

Im April 2018 stellt Verkehrsminister Hermann in Stuttgart die Pläne vor wie auch ohne Unter-stützung durch den Verkehrswegeplan 2030 der Bundesregierung im Ländle Regionalstrecken elektrifiziert werden, so dass nach Maßnahmenende 90% des SPNV umweltfreundlich, ökologisch, geräuschärmer, effizienter und schneller, eben elektrisch stattfindet.

Neben der Inanspruchnahme des Sonderprogramms Elektrifizierung des Bundes setzt Baden-Württemberg generell neue Prioritäten. Selbst im Land der Autobauer und mit deren Unterstützung wird vorhandenes Steuergeld nicht mehr nur einseitig in noch mehr Straßen investiert.

 

Im Frühjahr 2018 startete in NRW die Bürgeranhörungen zum Ausbau des Bahn-Knotens Köln. Das CDU-regierte Bundesland mit der höchsten Verkehrsdichte Deutschlands setzt voll auf die Schiene.

Auch im südlichen Landesteil wird ein Wandel stattfinden wie zu Zeiten des Aufbaus der Eisenbahn im 19. Jahrhundert nicht mehr. Die stillgelegte Verbindung Euskirchen-Düren wird ab 2019 wieder befahren und danach zügig ausgebaut. Die Strecke Bonn-Bad Münstereifel erhält ein zweites Gleis, Elektrifizierung und wird als S23 fortan ihren Dienst anbieten.

Das Teilstück der Eifelstammstrecke von Köln bis Kall wird ausgebaut, elektrifiziert und verbindet anschließend die Nordeifel als S15 mit Köln bis nach Gummersbach im 20 Minuten-Takt.

 

Luxemburg will den Autoverkehrskollaps abwenden und verstärkt die Eisenbahnverbindungen nach RLP. Ihre Bahngesellschaft, CFL, stellt dazu alleine den gesamten Bedarf an Schienenfahrzeugen. Der Betrieb startet noch in 2018.

 

2018: Das von den bisher erwähnten (Bundes-) Ländern wesentlich umgebende, wirtschaftlich von ihnen stark abhängende Rheinland-Pfalz möchte ihren Teil der Eifel, und weitere Regionen im Land, ins eisenbahntechnische 19. Jahrhundert katapultieren.

Nach der Modernisierung der Eifelstrecke in NRW müsste die Weiter-Fahrt von Kall bis Trier in RLP per Umstieg auf der beinahe 100km eingleisigen Strecke weiter und schleichender als in Vorkriegs-tagen betrieben werden. RLP strebt zudem an den Rest des einst engen Eifeler Eisenbahn-Strecken-netzes fast vollkommen zu zerstören und eine Verkehrsinfrastruktur zu hinterlassen wie es sonst nur Kriege oder sog. 3. Welt-Staaten zu leisten im Stande sind.

 

RLP will zwar was tun, aber nur auf der Straße. Wo sonst? Doch Busverkehre sind kein Ersatz. Ihr Dienst ist willkürlich und kann von einem Tag auf den anderen eingestellt werden. Wo es keine Schienen gibt sind sie willkommen. Doch Regionale Busse finden im Umfeld von Eisenbahnstrecken keine Akzeptanz, weil sie ein Transport zweiter Klasse sind. Die Leute wollen das Original. Mit Recht. Staufrei, Allwetter-tauglich und mit ebenwertigen Anschluss in die Welt hinaus.

 

Der Raumordnungsbericht 2017 der Bundesregierung hat zudem nochmals verdeutlicht, dass der Ausbau von Eisenbahninfrastruktur neben der Ausbildung zur beruflichen Hochqualifikation die wesentlichen Säulen sind um das flache Land in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels nicht noch weiter abzuhängen.

Liest die FDP sowas nicht? Passt es ihr nicht ins Weltbild? Oder macht es Einige nicht reich genug?

Verstellt etwa die südpfälzische Herkunft des zuständigen Staatssekretärs Becht zur Nachbarschaft des größten LKW-Werks Europas in Germersheim den Blick für die Herausforderungen der Moderne?

 

In Zeiten von globalem und regionalem Klimawandel, sich allein hierdurch millionenfach ergebenden Migrationen, 60.000 Toten jährlich in der BR Deutschland durch Diesel-Feinstaub, dem tagtäglichen Verkehrskollaps in den Regionen um RLP herum, usw. usf., zeigt es sich selbst in der dünn besiedel-ten Eifel konkret, welch katastrophale Folgen derart FDP-Politik haben kann.

 

Die Hochbrücke in Gerolstein war nie ausgelegt die B410 mit über 1000 LKW-Fahrten pro Tag zu er-tragen. Sie soll nun weg und im Herzen der Brunnenstadt könnte zu seiner Umwidmung in einen reinen Verkehrskorridor eine Autobahn-taugliche Quer-Überquerung entstehen.

Frei dem Motto „wer Strassen säht, erntet Verkehr“ hat dieser, den möglichen Abriss zu verschul-dende, Schwerlastverkehr 1 Ziel: die A 48/A1 Richtung Rhein-Main, Süddeutschland, auch NRW, Ostdeutschland, und dazu gehörig 3 Ausgangs-Quellen: GEROLSTEINER SPRUDEL, Milchwerke MUH in Pronsfeld und das stark expandierende Industriegebiet Prüm-Weinsheim, mit STIL, STREIF, u.v.m.

 

Diese 3 Produktionsorte haben indes 1 gemeinsam: sie liegen in unmittelbarer Nähe zur Schiene. Entweder nutzen sie den vorhandenen Anschluss nicht, wie das rein von der Natur abhängige GEROLSTEINER, oder ist vor Jahren abgebaut worden, aber als Weg erhalten geblieben, Pronsfeld, oder soll gerade abgerissen werden als verbliebenes Reststück der WestEifelBahn, Weinsheim.

 

Nicht nur dass die Eigentümer dieser Eisenbahnstrecke, Gerolstein und Prüm, obwohl beim OVG Koblenz unterlegen, der Bürgerbewegung zu ihrer Reaktivierung mit Anwälten drohen, so droht nicht minder das Landesamt für (Auto-) Mobilität in Gerolstein mit dem Abriss von Brücken dieser Strecke.

Ein fatales Bündnis von Autofreaks und Lobbyisten die doch nur einen Radweg auf Bahntrassen bauen wollen und die eigentlich sich optimal zueinander ergänzenden Partner von Schiene und Rad zu Feinden erklären.

 

Wie perfide. Verfolgt mit Wohlwollen aus dem Verkehrsministerium in Mainz, wohl auch in Berlin?

 

Und die Leidtragenden sind die Gerolsteiner_innen. Würde dem angeblich schier unaufhörlichen Anschwellen von Schwerlastverkehr auf der Straße vor Ort keine Grenzen gesetzt, so müsste tatsächlich die Hochbrücke in Gerolstein abgerissen und durch eine neue, riesige, ersetzt werden. Doch während der Um-Bauphase wäre Gerolstein dann getrennt, die Nordhälfte von der Südhälfte, wie Korea, für mindestens 18 Monate, plus X. Mit welchen Folgen? Es wäre der Wahnsinn.

 

Die A1-„Lückenschluß“-Lobby wollte wohl auch sich selbst weismachen, dass der LKW der Heilsbringer/Heilsbeförderer ist. So langsam dämmert es, dass es auf dieser Ausbaustrecke wohl viele Verlierer geben wird. Von den Immobilien-Besitzenden entlang der Straßen bis zu ganzen Ortschaften die im Verkehr zwischen und um die Autobahnen im Innern absterben.

So sieht dann der Verlust von Heimat aus.

 

Liest die FDP sowas nicht? Passt es ihr nicht ins Weltbild? Oder macht es Einige nicht reich genug?

Doch während der

Um-Bauphase wäre Gerolstein dann getrennt, die Nordhälfte von der Südhälfte, wie Korea, für mindestens 18 Monate, plus X

Wo wollen diese (Verbands-) Gemeinden denn meist ohne nennenswertes Gewerbesteuer-aufkommen das Geld auftreiben?

Doch alles ist vermeidbar. Während WARSTEINER und KROMBACHER als global player zügig den Bahntransport ausbauen, setzen BITBURGER und ihre Filiale GEROLSTEINER noch zu 100% auf die Straße. Was sie verkaufen machen sie gleichzeitig kaputt: die Natur und die Menschen entlang der Straßen gleich mit.  Als angebliche Premiumanbieter müssen beide die Zeichen der Zeit erkennen und Verkehre auf die Schiene bringen. Mit Hunderttausenden gefördert, die Infrastruktur steht seit Jahren allein in Gerolstein ungenutzt herum. Unfaßbar!

Unmittelbar am Industriegebiet Weinsheim entlang führt die WestEifelBahn. Eine einfache Verladung in Minuten und schon wäre ein Sattelschlepper auf der Bahn und zumindest 1 x täglich als gesamt-regionaler Güterzug auf dem Weg zum ICE-Güterumschlagbahnhof Köln-Eifeltor. Die Fracht wäre somit garantiert am nächsten Morgen selbst in weit entfernten Regionen angekommen.

 

Liebes Mainz. Das Eifeltor in Köln heißt so, weil sich Köln in NRW als Brücke versteht und es sich der Eifel als Tor öffnet in die weite Welt hinaus. Die Pfalz, Mainz sind wohl zu weit weg und zu klein um das bisher verstanden zu haben.

 

Ein anderes, ein bisher von Mainz noch weiterhin blockiertes Projekt ist die vollständige Reakti-vierung der von Gerolstein ausgehenden EifelQuerBahn. Trotz touristischer Erfolge will die FDP es am Geld scheitern lassen, weil sie Dörfer von vielfach weit unter 1000 Einwohnern an den Kosten beteiligen will. Wie perfide. Frei dem Motto: wer kein Geld hat ist eben doof dran.

Wo wollen diese (Verbands-) Gemeinden denn meist ohne nennenswertes Gewerbesteuerauf-kommen das Geld auftreiben? Es nützt doch nichts ewig von der armen Eifel zu reden, von der Strukturschwäche zu schwadronieren, wenn einerseits die vorhandene kaputt gemacht wird und die Region sich andererseits nicht entwickeln darf und keine Unterstützung dafür erhält wie es für andere selbstverständlich ist. Hundert Milliarden für RealEstate vor 10 Jahren waren doch auch vorhanden um die Reichen abzufedern. Logisch das sich die Gemeinden wehren, während sie ansonsten auch noch Straßen meist zum Nulltarif geschenkt bekommen.

 

Doch selbst die FDP kann auch anders. Siehe Dresden und Region. Dort hat sie schon verstanden wie Zukunftsfähigkeit sich gestalten lässt und baut auf den Schienentransport, von Mensch und Güter.

 

In RLP ist zudem die gesamte Landesregierung gefragt, neben der FDP auch die SPD und B90/Grüne, wie sie alle gemeinsam am Kabinettstisch Entscheidungen tragen.

Schaden abwenden und den Nutzen mehren!

 

Bekennen sie sich zur Straße als dem Transportweg oder ist ihnen inmitten einer konservativen Bevölkerung es ein größtmögliches Interesse, auch der einer Wiederwahl…., ist ihnen daran gelegen Mensch und Natur zu bewahren und den Gefahren ihrer Existenz, wie durch das bisherige Transportwesen, abzuwehren?

Allgemein und global, regional und bei Ihnen, überall vor Ort.

 

Hat denn die lokale Politik verstanden um was es geht, dann kann sie nach 1 sehr begrüßenswerten Resolution nach ebenso nur 1 Absage nicht aufhören aktiv zu sein. Kämpfen heißt es! Viele verstehen sich doch als Eifeler Urgestein und möchten ihre Heimat vor dem Ausverkauf und ihrer Zerstörung beschützen.

 

Alle sind gefordert sich zu positionieren. Denn so funktioniert Politik, so funktioniert Willensbildung, so funktioniert Demokratie. Falls sie Ihnen wichtig ist.

Liest die FDP sowas nicht? Passt es ihr nicht ins Weltbild? Oder macht es Einige nicht reich genug?

Doch während der

Um-Bauphase wäre Gerolstein dann getrennt, die Nordhälfte von der Südhälfte, wie Korea, für mindestens 18 Monate, plus X

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